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| 125 Jahre Pfarre Hehn: Josef Frings, Pfarrer in Hehn (1954-1973) |
| Bereits einen Monat nach dem Verzicht auf die Pfarrstelle durch Pfarrer
WilheIm Pastern wurde am 3.8.1954 Josef Frings, damals Pfarrer in Weyer
(Eifel), zum Pfarrverwalter bestellt. Die Ernennung zum Pfarrer von
Hehn verzögerte sich, da zu diesem Zeitpunkt das Bischofsamt in Aachen
nicht besetzt war. |
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Mit Urkunde vom 23.11.1954 ernannte der neue Diözesanbischof Dr. Pohlschneider Pfarrer Frings zum Pfarrer von Hehn. Während seines Wirkens in unserer Pfarrgemeinde wurden in Hehn zahlreiche Aktivitäten unternommen: |
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1955
Neubau des Kindergartens lt. Beschluß des Kirchenvorstandes als
Grundstückseigentümer vom 8.3. 1955 und 12.8.1955 auf dem Gelände des
Klosters St. Maria.
1956--1958
Renovierung der Pfarrkirche
Die Kirche war nach dem 2. Weltkrieg sehr in Mitleidenschaft
gezogen worden. Es war deshalb eine Grundrestaurierung dringend
erforderlich. Während das Dach über der Sakristei und dem Chor ganz
erneuert werden mußte, konnte die sonstige Dachkonstruktion
größtenteils erhalten bleiben. Als besonderes Ereignis wird die
Erneuerung der Kirchturmspitze am 26.8.1957 in der Pfarrchronik
geschildert:
"Aufregend war die Erneuerung der Kirchturmspitze. Die sog.
Kaiserbalken waren im Laufe der Jahre faul und morsch geworden. Bei
Sturm und Regenwetter schwankte die Kirchturmspitze derart, daß man
befürchten mußte, jeden Augenblick kann das schwere Turmkreuz samt Hahn
und Kugel heruntergeschleudert werden. Die letzten oberen 4 Meter vom
Gebälk des Turms mußten vollständig erneuert werden. Der Turm mußte
unterhalb des Plateaus neu verankert werden. Ein ganz neues Kreuz wurde
auf die Kirchturmspitze gesetzt - ohne Hubschrauber -, der Hahn wurde
neu befestigt, er erhielt zwei neue Kugellager, damit er sich bei jedem
Wind und Wetter besser drehen kann. Dieser Spaß kostete allein 2.000
DM." |
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An die Öktogonmauern wurden auf beiden Seiten der Kirche Nischen angebaut, in denen anschließend die Beichtstühle aufgestellt wurden.
Nach Isolierung der Wände und fast kompletter Entfernung des Innenputzes erhielt die Kirche einen neuen, im hellen Ton gehaltenen Anstrich.
Gekrönt wurde die Innenrenovierung durch die Stiftung eines neuen Hauptaltares, eines Altarkreuzes und eines Tabernakels. Die Mittel reichten weiterhin für die Verlegung eines neuen Fußbodens im Chorraum und für eine Kommunionbank. Am 15.3.1959 erfolgte die Konsekration durch den Diozösanbischof Dr. Pohlschneider. Die Reliquien des alten Hauptaltars - Reliquien der hl. Ursula, des hl. Gereon, des hl. Ewald und anderer Märtyrer, deren Namen nicht bekannt sind - wurden in den neuen Hauptaltar übernommen. |
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Der alte Hauptaltar fand weiterhin in der Kirche Verwendung und ist
heute noch in der Kirche - rechte Nische im Oktogon - in veränderter
Gestalt zu betrachten. Das besondere Material Sandstein läßt nur schwer
eine Veränderung des jetzigen Standortes zu.
1958
Neubau eines Altenheims lt. Beschluß des Kirchenvorstandes als
Grundstückseigentümer vom 12.1.1958 auf dem Gelände des Klosters St.
Maria. Der Neubau vervollständigte das Straßenbild in der Umgebung der
Kirche und wurde nach den Plänen des Architekten Wolfgang Pauen
errichtet.
1958
Der mitgliederstärkste Verein unseres Ortes, die DJK Sportfreunde Hehn, wurde am 13.7.1958 gegründet.
Zahlreiche sportliche Aktivitäten kennzeichnen das Vereinsleben.
1960
Erneuerung der Orgelbühne und Errichtung einer neuen elektopneumatischen Orgel.
Mit besonderem Stolz kann die Pfarrgemeinde auf diese Investition
zurückblicken, wurden die Kosten von ca. 50.000 DM doch vollständig
durch Sammlungen und monatliche Kollekten sowie durch zahlreiche
freiwillige Spenden gedeckt. Ein feierlicher Höhepunkt war die
Einweihung der Orgel anläßlich einer Visitation und der Spendung der
hl. Firmung durch den Diözesanbischof Dr. Pohlschneider am 25.10.1960.
1961
Am 27.6.1961 wurde der vom Bischof vorgeschriebene Pfarrausschuß
gegründet. In dieses Jahr fällt auch die Gründung der Hehner KAB, die
an Mitgliederzahl zunächst stark zunahm, jedoch im Laufe der Zeit an
Bedeutung verlor und schließlich aufgelöst wurde.
1963
An dieses Jahr erinnern sich die Hehner nur ungern, wurde doch am 1.4.1963 das beliebte Hehner Krankenhaus geschlossen.
Sowohl die personelle als auch die finanzielle Situation ließ kein Weiterbetreiben zu.
1966
Errichtung des Jugendheimes
Am 1.7.1966 kommte das Jugendheim eingeweiht werden. Es bietet den
örtlichen Vereinen und Interessengruppen die Möglichkeit zur
Geselligkeit und gemeinsamen Aktivitäten. Besonders erwähnenswert ist,
daß über die Hälfte der Herstellungskosten von der Pfarrgemeinde oder
in Eigenleistung aufgebracht wurden.
1969
Zwei Bauobjekte kennzeichnen das Jahr 1969.
Zunächst beschloß der Kirchenvorstand am 20.4.1969 den Bau einer kircheneigenen Leichenhalle mit Friedhofskapelle.
Die Einweihung konnte - dank sehr großer Unterstützung durch die Hehner Bevölkerung - am Palmsonntag (22.3.1970) erfolgen.
Nach sehr harten Verhandlungen mit Stadt, Land, Bistum und
Pfarrgemeinde beschloß der Kirchenvorstand am 8.6.1969, eine
kircheneigene Turnhalle in den Maßen 10x18 m zu errichten. Die
Einweihung, die am 1.10.1970 durch Stadtdechant Probst Josef Kauff im
Beisein des Oberbürgermeisters Wachtendonk sowie des Stadtkämmerers Dr.
Oberlack erfolgte, verlief in würdigem feierlichen Rahmen.
Im Herbst 1973 verzichtete Pfarrer Josef Frings auf die Pfarrstelle und trat in den Ruhestand.
Pfarrer Frings wohnt seitdem in der Gemeinde Schwalmtal-Waldniel.
Text: Helmut Lenzen
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Weitere Kapitel:
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| Das Dokument wurde erstellt von: Ingo Lenzen |
| Das Dokument wurde zuletzt bearbeitet von: Ingo Lenzen |
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