St. Michaels-Bruderschaft 1860 Mönchengladbach-Hehn e.V.
Liebe Freunde, bis unsere Bruderschaft zu einem eingetragenen Verein wurde war es ein
langer, oft mühsamer, aber auch schöner Weg durch die Geschichte. Es begann am 6. Dezember 1860 mit der Gründung der "Bruderschaft
vom Hl. Erzengel Michael" im Pfarrhaus zu Hehn. Bereits lange Jahre
vorher waren Hehner Bürger in umliegenden Bruderschaften Mitglieder
geworden, insbesondere in Waldhausen.
Doch die Bruderschaft vom Hl. Erzengel Michael war eine vom damaligen
Papst ins Leben gerufene Einrichtung, die dafür zu sorgen hatte, dass
in der monatlichen Bruderschaftsandacht für den Hl. Vater gebetet wurde
und was fast noch wichtiger war, der "Peterspfennig" regelmässig
gesammelt wurde. Üblich war zu diesem Zeitpunkt, dass die ganze Familie
einschl. der Kinder Mitglied der Bruderschaft war (und entsprechend
bezahlen musste).
1878 wurde die erste Fahne der Bruderschaft angeschafft und es
kann davon ausgegangen werden, dass spätestens ab diesem Zeitpunkt auch
die schnell über die Ortsgrenzen bekannte "Prunkfeier" in Hehn
stattfand, denn es tauchte jetzt öfter auch die Bezeichnung St.
Michaels-Schützenbruderschaft auf.
Die Organisation der Bruderschaft, gezielt auf die Ortsteile aufbauend,
war von Anfang an gegeben. Immer war der Präsident an der Spitze der
Bruderschaft. Dann folgte der 'Sekretär', (später der Schriftführer -
heute der Geschäftsführer) und der Kassierer.
Die Beisitzer waren jeweils aus den Ortsteilen - diese Regelung wurde
bis heute beibehalten.
Wurde damals der Peterspfennig in den Ortsteilen gesammelt -
'sammeln' heute die Beisitzer den Bruderschaftsbeitrag in Bar ein und
tragen die Mitglieder in Beitragsbücher ein.
Diese direkte Ansprache der Mitglieder einige Wochen vor der
Prunkfeier, die übrigens seit Jahrzehnten immer 3 Wochen nach Pfingsten
stattfindet, fördert den Zusammenhalt innerhalb der Bruderschaft.
1908 wurde die zweite Fahne der Bruderschaft angeschafft.
Offensichtlich hatten bereits einige Jahrzehnte nach der Gründung
die Mitglieder ihr Gründungsdatum vergessen, denn im Jahre 1908 wurde
das 50-jährige Jubiläum (in Verbindung mit dem Jubiläum der
Pfarrgemeinde) und natürlich dann 1958 das 100-jährige Jubiläum der
Bruderschaft gefeiert. Erst wo das 125-jährige anstand suchte man
gezielt nach den Gründungsunterlagen und entdeckte die Unterlagen
gerade noch rechtzeitig.
1980 wurde dann die neue Satzung ausgearbeitet und die Bruderschaft wandelte sich zum "eingetragenen Verein".
1985 wurde das 125-jährige Jubiläum gross gefeiert und bis heute sind
die Bruderschaftler dem Wahlspruch: "Für Glaube, Sitte und Heimat" treu
geblieben.
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