Die Gründung einer selbständigen Jugendabteilung 1970 innerhalb der SG Hehn 1910 e.V. ist eng mit einem Namen verbunden: KarI-Heinz Schipperges, bekannter noch als "Schuster". Er war es, der vor 25 Jahren begann, Jugendliche zum Schießsport zu bewegen.
Um herauszufinden, wer für den Schießsport talentiert war, "testete" er
die Willigen in seinem Hof. Dort wurden an der Stalltür Streichhölzer
angebracht, und jeder mußte versuchen, diese zu treffen. "Der beste
Schütze", so sagt Schuster, "wurde dann mit auf den Stand genommen."
Mit der Gründung wurde eine Jugendendordnung entworfen um die
Jugendabteilung der SG Hehn war eine der ersten in Mönchengladbach, die
so etwas besaß.
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Schon 1970, also im
Gründungsiahr, wurde Jochen Schwindt Vitze-Stadtmeister in der
Juniorenklasse Luftgewehr. Diese sportliche Leistung hatte zur Folge,
daß die Jugendabteilung auf 8 Mitglieder anwuchs.
Die folgenden Jahre (bis 1976) wurden dazu genutzt, den sportlichen
Aufbau voranzutreiben. 1974 gesellten sich die Pistolenschützen zu den
Gewehrschützen und prompt kamen dann die ersten Kreismeister des
Vereins heraus: Wilbert Schneiders in der Junioren-Luftpistole und Karl
Odenkirchen in der Junioren-Sportpistole. Sie waren es auch, die mit
der Mannschaft, zu der auch H.Peter Zarden gehörte, 1975 die Kreis- und
Bezirksmeisterehre errangen. Durch diesen Erfolg gelangten sie
schließlich zur Landesmeisterschaft. Im Jahre 1976 führte der Deutsche
Schützenbund die Schülerklasse ein und die von Hehn gestellte
Mannschaft (Bernd Bihn, Bert Müller, Frank Dettner) errang auf Anhieb
die Kreismeisterschaft.
Das Jahr 1976 ist für die Jugendabteilung ein besonders Jahr. Ab
diesem Zeitpunkt nämlich wurde ein zweiter Schwerpunkt in der
Jugendarbeit gesetzt: Neben den sportlichen Aktiviäten kamen nun die
außersportlichen. Eine erste "Jugendfahrt" wurde unter der Leitung von
Schuster durchgeführt. Ihr Ziel war die Jugendherberge bei Bad
Kreuznach. Dieses zusätzliche Angebot hatte zur Folge, daß die
Jugendabteilung sich in der Mitgliederanzahl stetig nach oben bewegte
bzw. immer neue Jugendliche hinzukamen.
Erinnerungswürdig war auch das Jahr 1977. Wilbert Schneiders
qualifizierte sich als erster Hehner Schütze zur Deutschen
Meisterschaft nach München. Der Weg, den unser Schuster eingeschlagen
hatte und die Kunst, mit Jugendlichen umzugehen, zeigten sich durch
diese Leistung bestätigt.
Zu den bestehenden Disziplinen kam nun noch die Disziplin
Kleinkaliber KK 100m. Sie fand regen Anklang und die Hehner
Jugendmannschaft mit den Schützen Gerd Kempers, Manfred Proske und
Heiner Kempers belegte auf Anhieb den ersten Platz der
Kreismeisterschaft.
1979 begann das Kapitel "Nettersheim / Eifel". Ein Name, der (auch
heute noch) den Jugendlichen als Ziel einer Jugendfahrt ein Begriff ist. Im selben Jahr qualifizierte sich Berd Müller in der Disziplin
Luftpistole als Kreis- und Bezirksmeister über die Landesmeisterschaft
zur Deutschen Meisterschaft.
Im Jubiläumsjahr 1980 kam eine weitere Disziplin hinzu: Der
Luftgewehr Dreistellungskampf. Auch hier war es fast schon logisch, daß
die Hehner Jugend den Kreismeister stellte. Es waren Willi Bihn in der
Schüler- und Wemer Peters in der Jugendklasse.
Nach 10 Jahren konnte man schon ein positives Resumeé ziehen:
Etliche Titel, eine mitgliederstarke Jugendabteilung und
außersportliche Aktivitäten. Karl-Heinz Schipperges formulierte dies
mit den Worten:
"Junge Menschen trachten nach Entspannung, Ausgleich und
Gemeinschaft. Der eine sucht die Ruhe beim Angeln, der andere die
Turbulenz der Bundesligaspiele. Viele mögen de körperliche Ertüchtigung
und wieder andere den konzentrierten Ausgleich. Vieles davon findet der
junge Mensch beim Schießsport." In den Jahren nach dem 10jährigen Bestehen ging es nicht nur mit den
Mitgliederzahlen bergauf, auch die sportliche Seite zeigte beachtliche
Erfolge. Etliche Kreis- und Bezirksmeisterlitel, Teilnahmen an den
Landes und Nordrhein-Westfahlen-Meisterschaften sowie Deutschen
Meisterschaften zeugen davon. So nahm Guido Fiedler 1983 an der DM in
der Disziplin Luftgewehr-Dreistellung (Schülerklasse) teil.
In jedem Jahr gibt die Jugendabteilung jedem beim "Ostereierschießen"
und "Buggemannschießen" die Möglichkeit selbst sein Können zu testen
und vielleicht später im Verein weiter auszubauen. Das Jahr 1988
brachte einen Wechsel in der Führung. Unser langjähriger Jugendwart
Karl-Heinz Schipperges übergab sein Amt an Bernd Peters, der auch als
Kreisjugendleiter sein Bestes gab, und weiterhin gute Jugendarbeit
leistete. Viele Neuerungen wurden eingeführt und auf die "Ansprüche"
der Jugendlichen eingegagen. Dies wurde so intensiv getan, daß es ein
Jahr später nötig war, die Gesamtverantwortung in die Bereiche
"sportlich", "außersportlich" und "trainingsführend" aufzuteilen.
Bernd Bihn übernahm den außersportlichen, Bernd Peters den sportlichen und Schuster den trainigsführenden Bereich.
Erstmals wurde auch in diesem Jahr ein Vereins-Jugendkönig auf dem
Vereinsjugendtag ausgeschossen. Nach dem 86. Schuß viel er und Jörg
Eßer war unser erster König. Ebenfalls erstmalig wurde in diesem Jahr
1988 ein "Jugendtreff" eingeführt, der nicht nur bei den Jugendlichen
guten Anklang fand. Auch die im Cubraum aufgestellten Boxen bewegten
sich in so manche Richtung.
Sportlich wurden in diesem erfolgreichen Jahr Jörg Eßer und
Alexander Schmitz in den Landeskader berufen. Sie trainieren fortab
oftmals im Landesstützpunkt Ratingen. Der Höhepunkt des Jahres 1990 lag wohl in der Jugendfahrt. Sie führte
nach Ungarn an den Plattensee. Strand und Sonne tagsüber, abends eine
Disco, das war genau der Geschmack (nicht nur) der Jugendlichen.
1991 gab es erneut einen Wechsel in der Verantwortungsriege.
Ingo Lenzen wurde zum außersportlichen Jugendleiter gewählt. Die
Mitgliederanzahl war mitlerweile soweit angewachsen, daß sien bald 25 %
des Gesamtvereines ausmachten und zudem (bis heute) eine der stärksten
im gesamten Bezirk 03 wurde.
In diesem Jahr war es auch einmal wieder soweit, daß man das Dorf
"Nettersheim" besuchen wollte. Die Sehnsucht einiger Schützen zieht es
halt immer wieder dorthin..
Rolf Kämmerling übernahm 1992 als Jugendleiter wieder alle Bereiche
zusammen. Durch seine zweite Funktion als Kreisjugendleiter versuchte
er aus Hehn heraus dem Kreis jugendlichen Nachwuchs zu bringen. Die
außersportliche Bemühungen und Angebote nahmen nach und nach immer
weiter zu. Neben den Jugendfahrten gab es jetzt noch eine
"alljährliches Schlittschuhlaufen", Jogging als Ausgleich, Fahrten in
Freizeitparks, Grillabende und vieles mehr, wobei die sportliche
Komponente nie aus dem Auge verloren wurde. Einen großen Anteil an den
Erfolgen zu dieser Zeit hatte Guido Weingran, der dem Jugendleiter in
diesem Bereich zur Seite stand. Das Ergebnis war die Teilnahme vieler
Jugendlicher aus dem Verein an der Deutschen Meisterschaft (Oliver
Blum, Ingo Jacken, Dirk Kämmerling, Kerstin Müller, Sabrina
Schipperges, Kirsten Schlösser, Alexander Schmitz, Daniela Wimmers).
Seit 1994 hat Ingo Lenzen das Amt des Jugendleiters wieder inne.
Das Jahr 1995 bildet nun das 25ährige Bestehen der Jugendabteilung.
Leider fällt dieses Jubiläum in ein Jahr, daß eigentlich nicht gerade
zum Feiern für die SG Hehn einlädt: Unser langjähriger Schießstand an
der Gaststätte Esser ist uns verloren gegangen. Weiterhin werden wir
jedoch stets versuchen - mit dankbarer Unterstützung der Pfarre - die
Jugendlichen nach Hehn zu ziehen und es ihnen in einer Vereinsumgebung,
die man ohne Zweifel braucht, ermöglicht, den Schießsport auszuüben.
An dieser Stelle sei auch einmal allen gedankt, die sich für die
Jugend über all die Jahre eingesetzt haben. Ihnen kann nur ein
uneingeschränktes Lob ausgesprochen werden.